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05.01.2026
Phishing-E-Mails sind nach wie vor auf dem Vormarsch. Denn wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. Etwas unschön ist, dass diese ihre Leser in einer ohnehin angespannten Lage erreichen.
Die privaten Haushalte in Deutschland sparen wieder, hieß es am Freitag, dem 2. Januar 2026, in einem Artikel von Deutsche Welle. Demnach befinden sich mehr als 10 Billionen Euro als stille Reserven auf den Sparkonten der Deutschen. Das für befürchtete Krisenzeiten angestaute Vermögen ist damit größer als je zuvor.
Es ist kaum verwunderlich, dass Betrüger es auf das Geld gutgläubiger Sparer abgesehen haben. Ein beliebtes Mittel sind Phishing-E-Mails, die gezielt Daten abgreifen, um damit Schindluder zu treiben. In letzter Zeit geben diese E-Mails häufig vor, von höchst offizieller Stelle, wie dem Bundeszentralamt für Steuern, zu kommen. Etwas verwirrend ist, dass sich diese unter seriöse E-Mails von Steuerbehörden mischen.
„Das saarländische Finanzministerium warnt vor gefälschten E-Mails mit Dateneingabe und Zahlungsaufforderung, die im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) versendet werden“, kann man im Internet nachlesen. Doch für viele Betroffene kommt diese Warnung zu spät. Das Versprechen, eine Steuererstattung zu erhalten, ist zu verlockend.
Absender, Empfänger und Antwortadresse scheinen zunächst plausibel zu sein. Erst wenn man auf den Absendernamen klickt, zeigt sich, dass sich dahinter eine eher unseriös wirkende Adresse verbirgt. Gerade ältere Menschen sind jedoch häufig nicht darin geschult, Phishing-E-Mails zu entlarven, und laufen Gefahr, den darin enthaltenen Links zu folgen. Beim Freischalten der vermeintlichen Erstattung geht dann etwas schief und das Geld ist weg.
Es kommen sicher wieder entspanntere Zeiten, doch solange die Deutschen bei Autos, Kleidung, Lebensmitteln und auch Sprachunterricht sparen, sinken proportional die Verkaufserlöse der heimischen Wirtschaft. Und so zeigen die schlechten Nachrichten der vergangenen Monate weiterhin ihre Wirkung.
„Vielleicht geht es ja schon bald wieder bergauf“, mutmaßte Friedrich Merz zuletzt in einem TV-Interview. Möglich ist alles, doch um 2026 noch die Kehrtwende herbeizuführen, sind vermutlich mehr ermutigende Nachrichten nötig als nur eine Vermutung.
Phishing-Nachrichten im Originaltext:
Phishing-E-Mail Typ 1: Mitteilung des Bundeszentralamts für Steuern
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) informiert Sie hiermit, dass im Rahmen der automatisierten Einkommensteuerveranlagung gemäß den Vorgaben der §§ 36, 37 Einkommensteuergesetz (EStG) zu Ihren Gunsten eine Steuererstattung festgestellt wurde.
Um die Auszahlung Ihrer Erstattung schnellstmöglich abwickeln zu können, bitten wir Sie, das beigefügte Erstattungsformular vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen.
Bitte beachten Sie, dass das ausgefüllte Formular im Zeitraum vom 05.01.2026 bis spätestens 10.01.2026 bei uns eingehen muss, um eine zügige Auszahlung Ihrer Erstattung gewährleisten zu können.
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E-Mail Typ 2: Gute Nachrichten: Für das Veranlagungsjahr 2025 wurde eine Steuererstattung zu Ihren Gunsten festgestellt!
So erhalten Sie Ihre Erstattung schnell:
Nach Prüfung Ihres Formulars erfolgt die Überweisung in der Regel innerhalb von 1–2 Werktagen.
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Ich würde mich freuen, Sie mit dieser Nachricht vor einem Betrug bewahrt zu haben. Bleiben Sie wachsam.
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